IMG_2785_Homepage

Mikroorganismen sind mit dem bloßem Auge nicht zu erkennen und kommen fast überall vor.

In Gewässern leben sie im Freiwasser, aber auch im Gewässerboden – das Sediment –  auf und zwischen den Sandkörnern. Das Sediment besteht zum Teil aus organischen Substanzen. Diese kommen aus abgestorbener Biomasse von Pflanzen und Lebewesen, aus dem Gewässer selbst, durch Einträge aus dem Grundwasser oder der umgebenden Landschaft. Wenn Mikroorganismen – wie in unserem Beispiel Hektor – das organische Material abbauen, um Biomasse aufzubauen für Wachstum und Vermehrung oder einfach als Energiezufuhr, können Treibhausgase wie Methan, Lachgas und Kohlendioxid entstehen. Das Gas kann das Sediment verlassen, im Gewässer „umgewandelt“ werden oder in die Atmosphäre gelangen.

Andererseits können die photoautotrophen Mikroorganismen (z.B. Cyanobakterien, Grünalgen) Licht als Energiequelle nutzen um CO2 in Biomasse umzuwandeln und in den Sedimenten zu speichern, ähnlich wie unsere Bäume mit Hilfe der Photosynthese CO2 speichern. Es wird der Luft Kohlendioxid entzogen und kann langfristig nicht mehr klimaschädlich in unserer Atmosphäre wirken.

Mit Hilfe der Zusammensetzung der Mikroorganismen Gemeinschaft und ihrer Änderung (Vielfältigkeitsmuster) wollen wir den Zustand Ihres Gewässers bewerten (Wasserqualität) und seine CO2 Klima Relevanz abschätzen.